Archives de catégorie : Opéra

Jeu de masques lumineux à l’ombre du château d’If

L’opéra de Marseille présentait un Ballo di Maschera de Verdi très réussi

Voilà plus de seize ans que cet opéra créé par Giuseppe Verdi en 1859 n’était pas revenu à Marseille. S’inspirant de l’assassinat du roi de Suède Gustave III lors d’un bal masqué à l’opéra royal de Stockholm en 1792, il reste cependant moins connu que La Traviata ou Luisa Miller. Dommage car il peut être considéré comme l’un des plus beaux, musicalement parlant, du compositeur italien, Olivier Bellamy, directeur artistique de Marseille Concerts, le considérant à juste titre comme « un diamant qui brille de tous ses feux, et transporte le cœur de tous les publics ».


Cela fut effectivement le cas sur la scène de l’opéra de Marseille.

Enea Scala et Chiara Isotton
copyright Christian Dresse

La mise en scène assez traditionnelle se fond parfaitement dans ce jeu de masques. Elle a quelque chose de délicieusement suranné, très stendhalien qui plonge immédiatement le spectateur dans une atmosphère où il pressent le drame à venir. Il y a dans l’air un souffle viscontien. Les robes virevoltent comme les destins où la comédie et la facétie incarnées par le merveilleux personnage du page Oscar, sorte de Papageno verdien alternent avec la tragédie d’un assassinat politique sur fond de haine amoureuse annoncé par une magicienne tiré d’un jeu de tarots, entre la Médée de Cherubini et le Commandeur de Mozart. Une histoire de vengeance très dumasienne à l’ombre d’un château d’If, haut-lieu des aventures du comte de Monte-Cristo.

Bien évidemment ce bal masqué ne serait rien sans des voix capables de distiller le vrai du faux. Et il faut dire qu’ici la distribution ne souffrit d’aucune faiblesse. Si le rôle titre, celui de Gustave III est parfaitement tenu par un Enea Scala qui a parfaitement pris la mesure du rôle et offre un merveilleux contrepoint au baryton Gezim Myshketa, impeccable en comte Anckarström, la beauté de cet opéra tient surtout à celle des voix féminines. Et en premier lieu Chiara Isotton, parfaite en  Amelia avec sa voix puissante et émotive qui, deux ans après sa magnifique Elisabeth de Valois triompha une nouvelle fois sur son terrain de jeu favori et n’est pas sans rappeler la soprano américaine Angela Meade. Maniant aussi bien le ut que le soupir et arrachant au public de nombreux « Bravo ! », son duo d’amour à l’acte II – « Oh, qual soave brivido » – restera assurément le point d’orgue de cette soirée. Une voix qui s’inséra dans un merveilleux jeu scénique emprunt à la fois d’une profonde retenue et d’une noblesse bafouée que l’on imagine parfaite dans la Marie Stuart de Donizetti. Il ne faudrait cependant pas oublier Sheva Tehoval, magnifique soprano colorature qui illumina avec son timbre lumineux et cristallin, cet opéra. Lauréate du concours reine Elisabeth en 2014, Sheva Tehoval distilla un belcanto remarquable qui enchante d’ailleurs depuis près de dix ans de nombreux théâtres et devrait assurément gagner en notoriété dans les années à venir.

Final copyright Christian Dresse

Restait alors à l’orchestre placé entre les mains du maestro Paolo Arrivabeni dont les Marseillais se souviennent encore avec émotion de son Simon Boccanegra en 2018 de mettre en magie ce bal masqué, ce qu’il fit avec brio notamment dans les déploiements du motif par les bois à l’acte II. Restant à l’écoute des voix et tenant la bride à un cheval musical qui libéra quelques moments de grâce notamment ces hennissements de violoncelle au troisième acte, le chef d’orchestre conduisit  parfaitement le tempo d’un bal masqué où vengeance et amour ne firent qu’un et de cet opéra plein de couleurs et de vie.

Par Laurent Pfaadt

Retrouvez la programmation de la nouvelle saison de l’opéra de Marseille sur : https://opera.marseille.fr/programmation

Jonas Kaufmann & Ludovic Tézier

Das Festspielhaus Baden-Baden feiert dieses Jahr, sein 25. Jubilaeum, wie es Intendant Benedikt Stampa in seiner herzlichen Ansprache an das Publikum, verkündete.


Als Auftakt des grossartigen Spielplans 2023, erklang ein Opernabend zweier wunderbaren Stimmem, des strahlende Tenors Jonas Kaufmann und des gefeierten Bariton Ludovic Tézier. Das Programm wurde auschliesslich dem italienischen Fach gewidmet. 

Als Erstes, vier Auschnitte aus « La Forza del Destino ». Schon die Ouvertüre, bewies das die feurig spielende Deusche Radio Philharmonie unter Jochen Rieder, eine erstklassige Wahl für den Abend war.

Das Duett « Solenne in quest’ora » wurde von den beiden Protagonisten nicht nur mit Schönklang und Stil vorgetragen, aber auch mit Gefühl und dramatischem Können.

Die Arie des Don Carlos de Vargas die auch im Werk sofort nach dem Duett erklingt, wurde von Ludovic Tézier und seiner grossartigen, typisch  verdischen Baritonstimme, meisterhaft vorgetragen.

Die Arie des Alvaro « la vita e inferno all’infelice », mit seinem melancholischen fabelhaft vorgertragenem Klarinettensolo, wurde zu einem der Höhepunkte des Abends. Jonas Kaufmann gelang es alle Regungen der Gefühlen des unglücklichen Helden mitzuleben. Rein gesanglich, war man verblüfft von dem Nuancenreichtums des Vortrags, vom Hauchdünnen Pianissimo bis zum strahlenden Forte ! 

Das Duett « Invano Alvaro » aus dem vierten Akt blieb auf derselben Höhe. Die beiden Sänger konnten hier ihr Können erweisen, so gut gesanglich wie theatralisch. Die beiden Stimmen passen auch vom Timbre her, herrlich zusammen.

Der zweite Teil des Abends begann mit der Ouvertüre zu Verdis « Les vêpres siciliennes » die unter der Leitung von Jochen Rieder zur Tondichtung geedelt wurde.

Ponchiellis Oper « La Gioconda »ist das einzige Werk des Musiklehrers von Puccini und Mascagni die immer noch auf dem Spielplan der grossen Haüser anzutreffen ist, wenn auch « I Lituani » oder « I promessi sposi » nach Manzoni, viele Schönheiten enthalten.

Das Duett « Enzo Grimaldo » zeigt wieder die beiden Sänger, auf der Höhe ihres Könnens.

Der Tanz der Stunden, aus derselben Oper, wurde vor Allem als Parodie in Walt Disneys « Fantasia »gekannt ! Und doch enthält dieses Ballett schöne, feine Musik, die von dem Orchester völlig ausgekostet wurde.

Die Romanze des Enzo « Cielo e mar », ein Glanzstück aller grossen Tenöre, wurde von Jonas Kaufmann elegant vorgetragen, liess aber eine kaum perzeptible Ermüdung erscheinen.

Otello, Giuseppe Verdis  Alterswerk, ist eines der Meisterwerke der Gattung Oper überhaupt. 

Das « Credo »von Iago, eine nihilistiche Bekennung wurde von Ludovic Tézier mit so viel Feuer und Bosheit vorgetragen, das einem kalt im Rücken wurde. Einer der vielen Höhepunkte des Abends . 

Das Duett Otello Iago « Tu indietro », eigentlich beinahe die Hälfte des zweiten Aktes, erlaubte beiden Sängern nochmals ihr Können zu zeigen. Sie spielten nicht, nein, sie lebten diese schreckliche Szene wo die ganze Verzweiflung von Otello und seine Rachezucht keimt und die Heuchlerei Iagos triumphiert.

Vor dem tosenden Applaus des begeisterten Publikums, gaben die Sänger noch das Duett Rodolfo/Marcello aus dem vierten Aufzug von Puccinis « La Bohème »und ein leider sehr verstümmeltes Duett Carlos/Posa aus Verdis Don Carlos.

Jean-Claude HURSTEL

FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN    8. JANUAR 2023
Jonas Kaufmann & Ludovic Tézier
Deutsche Radio Philharmonie Jochen Rieder

CAVALLERIA RUSTICANA

Cavalleria Rusticana ist einer der Pfeiler des italienischen « Verismo »und sicher eine der beliebtesten und meist gespielten Opern in der Welt. Altvater Verdi hat das Werk sehr gelobt. Leider konnte Mascagni den riesigen Erfolg des Werkes nicht mehr erreichen, wenn man auch « Iris » und « Isabeau » bevorzügen kann.


Thomas Hengelbrokhat die Originalpartitur studiert und beschlossen die Urfassung des genialen Wurfs zu geben. Und siehe, das Original klingt viel moderner, besonders in den Chören die beinahe avantgardiste Züge zeigen und developpierter als in der revidierten Fassung sind. So ist die Eintrittsarie des Alfios, mit Chor, viel bewichtiger und gibt der Partie  des Baritons meht Präzens. Das Trinklied des Turiddu ist auch viel länger, eine der Strophen wird mit Lola dargebieten, und der Chor gerät immer mehr in beinahe orgiastische Ausbrüche.

Das Bedeutenste aber ist das Santuzza nicht für Mezzo oder für ein Hochdramatischen Sopran gedacht ist, aber für einen lyrischen, was der Partie eine jugendliche Farbe verleiht ! Wir haben es hier mit einer jungen Frau, nicht mit einer Diva zu tun.

Die Besetzung fügt sich ganz in diese neue Perspektive ein. 

Die Rolle der Santuzza wird von Carolina Lopez Moreno mit jugendlicher Stimme vorgetragen. Ihr lyrische Sopran verfügt über eine wunderbar strahlende Höhe, überzeugt aber auch im tieferen Register. Die Kunst des Legatos und die wunderschönen Nuancen erlauben ihr das rührende Porträt einer liebenden jungen Frau zu gestalten. Da die Sängerin auch Bildhübsch ist und ein feines darstellerisches Gefühl hat kann man ihr eine grosse Karriere voraussagen.

Als die Rivalin Lola, überzeugt Eva Zaïcik mit ihrem leichten Mezzo.

Elisabetta Fiorillo , die eine fabelhafte Karriere hinter sich hat, gestaltet eine tragische Mamma Lucia, ohne je ins pathetische zu entgleisen. Die Stimme ist immer noch schön timbriert und die Ausprache hervorragend.

Giorgio Berrugi gestaltet Turiddu mit seinem schönen, strahlenden Tenor, weiss aber auch den Nuancen der Partie völlig gerecht zu werden.

Alfio wird von Domen Krizaj tadellos vorgetragen. Seine schöne Baritonstimme entfaltet sich in der Rolle, die hier viel gewichtiger ist als in der üblichen Fassung. Sein Alfio ist nicht der brutale Fuhrmann den man gewohnt ist sondern ein junger, verliebter und betrogener Mann.

Thomas Hengelbrock kostet jede Nuance der Partitur aus, die sehr geschickt orchestriert ist und nichts mit manchen Grobheiten eines falschen Verismo zu tun hat. Das grossartig spielende Balthasar Neumann Orchester ist total im Einklang mit dem Dirigenten, sowie der tadellos singende Balthasar Neumann Chor der die heiklen Stellen dieser Fassung völlig meistert.

Um das Gewicht der katholischen Kirchen in Sizilien zu unterstreichen, hat Thomas Hengelbrok das Credo der « Missa di Gloria » von Puccini vor Beginn der Oper dirigiert. Es ist sicher nicht das Beste was Puccini geschrieben hat und war eigentlich überflüssig, trotz der schönen Darbietung des Tenors.

Man kann nur wünschen das die Opernhäuser die Originalfassung des Werkes in ihren Spielplan aufnehmen werden.

Jean-Claude Hurstel

Festspielhaus Baden-Baden Freitag, den 11 November 2022
PIETRO MASCAGNI

PIQUE DAME

PETER TCHAIKOWSKY

Von den zwölf Opern Tschaikowskys, sind nur Eugen Onegin, Pique Dame und Iolanta in den Spielpläne der westlichen Opernhäuser anzutreffen. Das Festspielhaus Baden-Baden kann sich rühmen selten gespielte Werke des Komponisten wie die Zauberin und Mazeppa aufgeführt zu haben.

Die Neuinszenierung von Pique Dame, im Rahmen der Osterfestspiele der Berliner Philharmoniker, unter der Leitung von Kirill Petrenko setzt hier Masstäbe.

Die Inszenierung wurde dem Team Moshe Leiser und Patrice Caurier anvertraut; das Bühnenbild von Christian Fenouillat, die Kostüme von Agostino Cavalca und die Lichtregie von Christophe Forey fügten sich ganz in das Konzept der Inszenierung ein.

Die ganze Handlung wurde von der Epoche Katharina der Grossen in das Ende des 19.Jahrhundert versetzt. Ein Teil der Handlung spielt sich in einem Luxusbordell ab, und zeigt, in krassen Zügen, wie die Frau nur ein Objekt der Begierde der Männer ist, ob in den aristokratischen Kreise oder in einem Freudehaus. Diese Sozialkritik nähert sich mehr der Welt Dostoiewkys als der Pouchkines.

Akzeptiert man diese Vision, kann man nur die Klarheit der Inszenierung , spannend wie ein Krimi und die fabelhafte Personenführung loben. Die Charaktere werden Menschen aus Fleisch und Blut und man kann nur Mitgefühl für sie empfinden.

Rein musikalisch kann man sich keine bessere Interpretation wünschen. 

Hermann, wird von Arsen Soghomonyan ideal verkörpert. Seine wuchtige, aber auch duktile Tenortimme wird jeder der Nuancen der Partie gerecht. Darstellerisch ist er auf dem selben Niveau und man kann hautnah sehen wie sein Wahnsinn sich fortwährend bis zum Selbstmord steigert.

Ihm ebenbürtig, Vladislav Sulimsky als Graf Tomski der die Ballade der Drei Karten im ersten sowie das Strophenlied im dritten Aufzug brillant darträgt.

Der edle Baryton von Boris Pinkhasovich scheint für die rührende Liebes erklärung des Fürsten Jeletzki wie gemessen, ein Höhepunkt des Abends, wenn sie auch zur Vergewaltigung von Lisa führt.

Die Besetzung von allen anderen Männerrollen kann als ideal gelten.

Die Sängerinnen sind auf dem selben, grossartigen Niveau. 

Elena Stikhina, die schon an den grössten Opernäusern der Welt Gast war, setzt ihre grosse, strahlende Stimme in die Rolle der Lisa ein. Sie besticht sowohl in der strahlenden Höhe wie in den zartesten Nuancen.

Aigul Akhmetshina macht aus der Rolle der Polina, ein wahres Kabinetstück. So wurde ihr Duett mit Lisa im ersten Auzug, einer der musikalischen Höhepunke des Abends. Ihr schlanker, wunderschön timbrierter Mezzo und ihr anmutiges Erscheinen warfen einen Hauch von Licht in die düstere Handlung. 

Die Rolle der Gräfin wurde von Doris Soffel souverän gestaltet. Sie sang die Arie aus Grétrys Richard Löwenherz mit einem verblüffenden Nuancereichtum und überzeugte auch spielerich, besonders am Ende des zweiten Aufzugs, als sie den im Original vorgesehenen Auftritt der Tzarin Katharina, auf burlesker Manier übernimmt.

Margarita Nekrasova setzt ihren wuchtigen Alt in der Partie der Gouvernante ein.

Kirill Petrenko, mit den fabelhaften Berliner Philharmonikern, bewies dass er dieses Repertoire liebt und dirigierte das Werk enthusiastich. 

Der Slovakische Phiharmonische Chor und der Cantus Juvenum Chor leisteten Grossartiges. Unvergesslich der Männerchor a capella, nach dem Selbstmord Hermanns.

Eine Sternstunde am Himmel der russischen Oper.

Jean-Claude HURSTEL

FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN  OSTERFESTSPIELE
12. APRIL 2022

Pâques russes à Baden-Baden

Festival de Pâques 2021 & 2012

BPhil BB, Kirill Petrenko
© Monika Rittershaus

Le 12 mars en conférence de presse (par Zoom), le directeur général
du Festspielhaus de Baden-Baden, Benedikt Stampa, très entouré, a
présenté l’épine dorsale des deux prochains Festivals de Pâques : 
l’opéra russe autour de Tchaïkovski et Pouchkine en étroite
collaboration avec l’Orchestre Philharmonique de Berlin 
(représentés par Olaf Maninger, violoncelle solo) et son chef 
Kirill Petrenko.

L’édition 2021 – qui ne peut se tenir aux dates prévues en raison de
la pandémie – sera rattrapée du 6 au 9 mai avec un programme
réduit, celle de 2022 se déroulera l’an prochain du 9 au 18 avril.

Kirill Petrenko, chef principal de la phalange berlinoise depuis 2019,
rappelait la commotion d’avoir dû suspendre Fidelio l’an passé. Ce
printemps, il a fallu « déplacer Pâques en mai », pour préserver cette
collaboration avec le Festival à laquelle il est très attaché et qui
permet au Berliner de cultiver sa tradition d’orchestre de fosse. Il est
très heureux d’offrir aux festivaliers Mazeppa, un opéra avec de
beaux personnages et que Tchaïkovski a innervé de thèmes
folkloriques. L’œuvre entrera au répertoire de l’orchestre et sera
donné en version concertante avec une belle distribution vocale
(dont Olga Peretyatko en Maria, Vladislav Sulimsky en Mazeppa).
Le maestro dirigera aussi deux productions en 2022, toujours de
Tchaïkovski : « La dame de pique » dans une nouvelle mise en scène
de Moshe Leiser et Patrice Caurier et « Yolantha » en version de
concert.

Anna Netrebko

Également programmés au printemps 2022, les trois plus célèbres
ballets de Stravinsky interprétés par les Berliner et trois
prestigieuses sopranos : Asmik Grigorian, Anna Netrebko et Sonya
Yoncheva.

Dans l’immédiat, durant la semaine de Pâques 2021 (du 1er au 5
avril), le Festspielhaus Baden-Baden poursuivra son HausFestspiel 
en streaming gratuit et en direct avec des membres du Berliner
Philharmoniker. Le dimanche de Pâques (4/04) à 17 heures,
l’orchestre au grand complet dirigé par Kirill Petrenko s’invitera sur
Arte avec des œuvres de Tchaïkovsky et Rachmaninov.

Les prochains jours, un « concert expérimental » des Berliner rôdera
les protocoles pour valider un accueil sûr et serein du public comme
des musiciens. Cela permettra de préciser la jauge de mai et d’ouvrir
la billetterie (préventes seulement à partir du 9 avril pour le Festival
2021, mais dès le 18 mars 2021 pour l’édition 2022).

Toutes ces informations sont évidemment données avec les réserves
d’usage en ces temps chahutés. Pour les mélomanes, le mieux est de
vérifier le détail de la programmation sur le site du Festspielhaus.

Par Luc Maechel

Horizon abyssal…

Créer aujourd’hui, Ballet de l’Opéra de Paris

La mise sous séquestre de la culture amène les structures à repenser leur programmation pour être déclinée en ligne. Quelquefois c’est une nécessité comme pour le Ballet de l’Opéra de Paris qui a une troupe à faire vivre. Une occasion de chroniquer des propositions au-delà de l’espace rhénan.
Ainsi Créer aujourd’hui – titre et thème ambitieux ! – a été proposé à quatre chorégraphes par Aurélie Dupond, directrice de la danse de l’institution parisienne. Pas de public en salle, mais une diffusion en ligne le 29 janvier (accessible jusqu’au 30 juillet sur le site de 
France Télévision).

La citation d’un photographe ouvre chaque tableau d’Exposure de 
Sidi Larbi Cherkaoui. Les costumes (signés Chanel) jouent du noir et
blanc devant un fond évoquant un négatoscope accentuant le jeu
des silhouettes. Un danseur armé d’un dslr circule parmi ses pairs
projetant leurs images en direct sur deux écrans. Installé à jardin, le
chanteur compositeur indie pop Woodkid distille des ambiances
souvent planantes avec ses envolées en voix de tête, s’invitant même
au centre du plateau pour une séquence.
Le chorégraphe déroule des arabesques classiques mâtinées de
postures désarticulées plus contemporaines désactivant
instinctivement les pointes. La troupe est virtuose jusqu’au bout des
ongles et le dispositif de la réalisatrice Louise Narboni accompagne
cette souveraine précision.
Mais mettre un masque aux danseurs, filmer la salle déserte, nimber
une séquence de rouge et ce regard de photographe sont plutôt les
alibis d’une exposition distanciée, certes gracieuse, qu’un regard
critique sur le monde d’aujourd’hui.

Clouds Inside, le pas de deux de Tess Voelker, une chorégraphe de
vingt-trois ans (avec Marion Gauthier de Charnacé & Antonin
Monié), s’affiche plus humoristique (musique avec solos de guitare
très enlevés de Nick Drake) : une drague embarrassée de masques
avec des déhanchements à la Chaplin. Un clin d’œil ludique à
l’époque, toujours virtuose, mais il est peu probable qu’un couple
s’amuse en métro ou sur un parking à goûter aux joies de l’amour
masqué…

La dernière proposition, Et side Mehdi Kerkouche, transforme la
scène de Garnier en grotte aux couleurs sourdes. Une musique
électronique répétitive de Guillaume Alric (du groupe The Blaze) tire
les corps d’une inertie larvaire vers un collectif sauvage et ritualisé
où la rage du hip-hop reste sous contrôle. Les mouvements de révolte de certains danseurs tentés par le large sont vite ramenés dans la meute afin de maintenir cet ostinato communautaire. Le dernier solo alterne moments extatiques et pulsion de lâcher prise. Si le soliste semble entrevoir une issue, l’épuisement du groupe
l’empêche d’y accéder : l’impasse contemporaine suggérée aussi par
la mise en espace lumière évoquant la caverne de Platon ?

Auparavant (à partir de 34 min), Brise-lames de Damien Jalet sur une
musique de Koki Nakano est d’une ampleur abyssale. Une
chorégraphie liquide intimement intriquée au projet dramaturgique.
Elle naît du presque rien avec, au son, ce goutte-à-goutte des
profondeurs. Des fragments s’extirpent du fond (scénographie et
costumes du photographe JR), des corps émergent peu à peu, sont
doucement malmenés par la grâce liquide des courants, s’amplifient
en madrépores flottants, colonisant le plateau en vagues de plus en
plus amples et denses.
Un noir silence, puis le collectif s’amorce. Les danseurs se
rapprochent, se touchent se retiennent, se portent, s’accrochent les
uns aux autres, se rassemblent et se figent en un groupe compact. La
caméra depuis les cintres cadre un bateau de migrants : un radeau
de la Méduse contemporain où les corps des danseurs sont à la fois
l’esquif et les réfugiés. Par cette image finale, pétrifiée, le naufrage
– et il n’y a aucun rescapé – se reconstruit à rebours dans la
conscience du spectateur. La caméra immersive l’a emmené entre les
corps/algues de ces abysses jusqu’à cette plongée finale qui
exacerbe l’axe de leur destin d’exil : des corps que la mer avale et
digère.
Le chorégraphe transcende le confort de la Grande Boutique par ce
geste magistral, à la fois douloureux et magnifique.
Et ce choix de montrer à rebours le temps du désastre est une
invitation à refaire civilisation !

Par Luc Maechel

Avec les Premiers Danseurs et le Corps de Ballet de l’Opéra national de Paris, filmés en janvier 2021

Un élixir jusqu’à la lie

Fondazione Teatro La Fenice ELISIR D’AMORE
Direttore Jader Bignamini Regia Bepi Morassi
Scene e Costumi Gianmaurizio Fercioni
Photo ©Michele Crosera

Le théâtre de La
Fenice de Venise
présentait une
version haute en
couleurs de l’opéra
de Donizetti

Dans les travées et
aux balcons du
célèbre opéra
vénitien, on
pouvait croiser
Desdémone, la jeune épouse du général Otello et les comtesses
Livia Serpieri et Elena Faliero. Même Jacopo Foscari, le fils du
doge avait fait le déplacement et saluait le public de cette main
encore ensanglantée de son forfait. La faute à un carnaval
transformant, le temps d’une soirée, ce haut lieu du bel canto
italien en machine à remonter le temps. Même les musiciens
avaient troqué leurs queues de pie pour d’autres accoutrements
animaliers. Dans ce décor, l’Elixir d’amour constituait, avec sa
dimension fantasque, un choix plus que judicieux qui plongea la
Fenice dans une fête ininterrompue pendant près de trois heures.

Le célèbre opéra avait choisi de présenter une mise en scène
somme toute assez classique pour narrer l’histoire de Nemorino,
ce jeune paysan buvant un philtre d’amour pour séduire sa fiancée
que convoite Belcore, un sergent sans scrupules. Mais classique
ne voulut pas dire sans surprises à commencer par celle du
docteur Dulcamara, commis voyageur volubile et tonitruant dont
l’aisance et la puissance vocale de son interprète, le baryton
Francesco Vultaggio, parfaitement taillées pour ce rôle, ont
plongé le célèbre opéra dans un tourbillon d’émotions et de joies –
comme ce chœur déambulant parmi les spectateurs –
transformant ainsi la Fenice en un gigantesque…carnaval.

Il faut dire que les spectateurs ont souvent ri, la faute à un ténor
ravi dansant le FLOSS ou de soldats ridicules marchant au pas de
l’oie, plus à l’aise avec le maniement d’une batterie musicale. Cette
soldatesque a été dirigée de main de maître par le baryton
Marcello Rosiello (Belcore) dont le jeu scénique, tantôt drôle avec
ses métaphores militaires, tantôt cruel notamment lorsque sa
victoire sur Nemorino semble totale, n’a eu d’égal que sa voix, à la
fois puissante et veloutée.

Après un entracte où il fut possible de croiser Mozart dégustant
un spritz – ce dernier présent à Venise en 1771 avait bien entendu
choisi de l’apérol – ou Jacopo Robusti, un jeune peintre venu ici
non pas pour assister au spectacle mais pour glaner quelques
commandes – les spectateurs revinrent à leurs sièges. Car toute
cette histoire n’aurait finalement été qu’un simple divertissement
si les voix n’avaient pas été au rendez-vous. Comme au carnaval,
on fabrique une illusion en sachant pertinemment que derrière le
costume se cache une réalité à laquelle nul ne peut échapper. Or
ici, sur la scène, on a cru à la détresse de Leonardo Cortelazzi dans
sa très belle interprétation de « una furtiva lacrima » qui déclencha
des Bravi ! mérités et à la prestance de Veronica Marini dans son
magnifique  « prendi, per me sei libero » après avoir délivré un « Io
son ricco, e tu sei bella »
de toute beauté avec Dulcamara dans le
premier acte. Le tout bien évidemment secondé par un chœur
admirable dont le rôle est si prépondérant dans cet opéra et un
orchestre qui irradia les fresques de La Fenice de ses couleurs
musicales. Le chef lui-même, Jader Bignamini, dont la baguette si
explosive lui a permis de prendre, à juste titre, la lointaine
succession d’Antal Dorati à Detroit, donna de sa personne. Et tout
naturellement il lui revint de conclure ce carnaval de voix et de
notes.

Par Laurent Pfaadt

La programmation de La Fenice à retrouver sur
www.teatrolafenice.it

Les pêcheurs d’étoiles

H.E. Huda Ibrahim Alkamis-Kanoo © Abu Dhabi festival

L’alchimie du festival d’Abu
Dhabi qui associe différentes
esthétiques et assume sa
vocation de passeur de cultures
a, une nouvelle fois, opéré.

Autrefois, au milieu du désert,
les hommes et les femmes du
Majlis, ce conseil rassemblant
les personnalités les plus
éminentes de la tribu, pour la
plupart des pêcheurs de perles,
scrutaient les étoiles et
devisaient sur l’avenir de leur terre. Aujourd’hui, les gratte-
ciels et musées ont recouvert le sable du désert et leurs héritiers ont capturé ces mêmes étoiles pour les admirer dans de magnifiques écrins tels celui de l’Emirates Palace. Cela a donné le festival d’Abu Dhabi, rendez-vous culturel incontournable de la région. Car les étoiles sont là, par milliers, sur scène ou sur les murs. Elles viennent de Paris, de Moscou, de New York, de Séoul, du Lichtenstein, d’Abu Dhabi ou d’ailleurs. Elles dansent, brillent, nous font rêver, nous émeuvent.

Pendant plus d’un mois, la capitale des Emirats Arabes Unis a ainsi
accueilli une centaine d’évènements regroupant 543 artistes et a
vécu au rythme du festival qui, cette année, a associé la fine fleur de
la musique arabe aux voix magnifiques de Joyce di Donato ou Bryn
Terfel, la puissance du flamenco de Sarah Baras à la grâce des
danseurs du ballet de l’opéra de Paris ou de celui de Corée du Sud,
pays invité de cette édition, la magnificence des œuvres de Rubens à
la beauté de la littérature arabe ou aux meilleurs stand-up. « Le
festival n’est pas juste un évènement et puis tout le monde rentre chez soi.
Non, il s’agit d’un partenariat, d’un échange entre l’émirat, ses artistes et
le monde entier. C’est un partage. Ainsi nous créons des ponts pour mieux
nous connaître »
assure ainsi H.E. Huda I. AlKhamis-Kanoo, directrice
et fondatrice du festival qui fête sa seizième édition et qui d’ailleurs,
comme un symbole, a remis cette année un prix à l’académie
Barenboim-Said de Berlin.

Cette année, la rencontre entre différents univers artistiques a été
marquée par la très belle exposition de la collection Princely du
Lichtenstein, l’une des plus importantes collections privées, qui
dévoilait entre autres des paysages de Jacob von Ruisdael et de
Brueghel le jeune ou quelques magnifiques gravures de Pierre-Paul
Rubens jusque-là inédites dans la région. Côté musique, les deux
représentations de Jewels de George Balanchine par le ballet de
l’opéra de Paris, ont constitué non seulement le point d’orgue de
cette édition mais également l’aboutissement d’un travail de près de
quatre années pour faire venir l’opéra de Paris dans l’émirat qui a
d’ailleurs remis à la directrice du ballet, Aurélie Dupont, l’un des prix
du festival. Il faut dire que la fondatrice du festival a mis toute sa
pugnacité au service d’une ouverture d’esprit revendiquée pour
créer cet échange unique. « Pour moi, c’est un devoir » estime Huda
Alkhamis-Kanoo avant de poursuivre : « Pour nos enfants. » Car si le
festival est une formidable machine à produire des étoiles, il n’en
oublie pas de façonner celles de demain grâce à plusieurs initiatives
comme par exemple celle nouée avec l’académie du film du Bade-
Wurtemberg visant à permettre à de jeunes cinéastes émiratis de
développer leur art.

Pour de nombreux danseurs de l’opéra de Paris, l’expérience était
également nouvelle. Danser ici, en terre d’Islam, a permis aussi, de
l’aveu même de certains danseurs, de mettre à mal quelques a priori
en matière de tolérance et d’ouverture. « Cet échange de confiance
nous confère une responsabilité. J’ai d’ailleurs été frappé par l’extrême
tolérance qui règne ici »
a ainsi assuré Mathieu Ganiot, danseur étoile
qui a brillé dans Diamants, le troisième tableau de Jewels. Et
finalement, comme à chaque fois, la culture a pris le dessus, bien
aidée par un ballet français au sommet de son art. Car les étoiles
étaient sur scène et portaient des diadèmes d’émeraudes, de rubis et
de diamants pour nous présenter les différentes écoles française,
américaine et russe que Balanchine a associé dans ce magnifique
ballet. La soirée a même touché au sublime durant le troisième
tableau lorsqu’un petit ange, un « petit bijou » selon les propres mots
de la maîtresse de ballet, Clotilde Vayer, est descendu du ciel en la
personne de la danseuse étoile Myriam Ould-Braham dont le jeu
proprement évanescent a comblé, sur la polonaise de Tchaïkovski, le
public présent. Et lorsque les étoiles se muent en diamants, leurs
fugaces lumières deviennent immortelles.

Si le rideau est tombé sur cette 16e édition, le festival ne s’arrête pas
pour autant et se poursuit dans le monde entier à travers la
production d’opéras tels qu’Aida avec le Teatro Real de Madrid, la
Bohème avec Berlin, ou via un partenariat noué avec l’école
supérieure de musique Reina Sofia dans une volonté clairement
affichée d’apporter Abu Dhabi au monde. Façon de dire que les
étoiles, à l’image de la grande poétesse émiratie Ousha Bint Khalifa
Al Suwaidi, disparue l’an passé, ne meurent jamais.

Par Laurent Pfaadt

Retrouvez toutes les informations du festival sur 
www.abudhabifestival.ae

Et même le passé finit par mourir

© Wiener Staatsoper/Michael Pohn

Le Staatsoper présentait un
Oneguine très inspiré

On connaît Tchaikovski pour
ses ballets ou ses concertos
mais nettement moins pour ses
opéras. Pourtant la Dame de
pique
et Eugène Oneguine, tirés
tous deux de l’œuvre de
Pouchkine, sont depuis
longtemps inscrits au
répertoire des grandes scènes
lyriques du monde entier,
facilités par la maîtrise de plus
en plus répandue de la langue
russe.

Dans cette production du Staatsoper, la distribution a ainsi tenu
toutes ses promesses avec un Christopher Maltman campant un
Eugène Oneguine convaincant surtout dans le dernier acte. Il a
parfaitement incarné ce héros dont l’égoïsme finit par tuer son
meilleur ami, Lensky, joué par le merveilleux ténor Pavol Breslik
et se voit priver d’un amour qu’il n’a cessé de mépriser et qui finira
par lui échapper.

Comme dans toutes les plus belles histoires russes, le grand
personnage de l’opéra demeure une femme. Ici la soprano
ukrainienne Olga Bezsmertna qui a triomphé cet hiver au
Staatsoper en Pamina est à nouveau parfaite en Tatiana. Son jeu
scénique empreint d’une noblesse toute romantique convient
parfaitement à ces magnifiques héroïnes russes que l’on trouve
chez Pouchkine et Tolstoï. La trahison d’Oneguine est alors
d’autant plus exécrable, renforcée par l’attitude obséquieuse d’un
Maltman très à l’aise permettant ainsi une meilleure dramaturgie.
De plus, le jeu de Tatiana crédibilise, à travers un subtil jeu de
miroirs, celui tout en frivolité de l’autre rôle féminin, Olga. À l’aise
sur scène, Bezsmertna l’est également avec sa voix. Posée,
puissante mais sans effet superflu, la voix de la soprano n’a dans
ce registre rien à envier aux plus grandes et ses airs sont d’une
grande beauté. Au troisième acte, elle trouva même un partenaire
de choix en la personne de Mika Kares, basse de velours et de
puissance rassurante.

La mise en scène assez dépouillée offre quelques motifs de
satisfaction : l’omniprésence de la neige ouvre une porte vers
l’univers tchaikovskien assurément et les décors et costumes du
troisième acte tout en noir et blanc sont assez convaincants,
renforcés par quelques « trucs » comme cet escalier qui sert de
décor au duo final. Cependant, ils sont vite oubliés devant la
multitude de références et d’allusions qui ne permettent pas au
spectateur d’y ancrer son imaginaire (soviétique ? Russe ? 19e ?
20e ? 21e?).

Cela n’empêcha pas en tout cas le jeune et talentueux chef
d’orchestre, Patrick Lange, de poser avec assurance sa partition
qu’il maîtrisa de bout en bout. Développant magnifiquement la
dimension romantique propre à Tchaikovski avec ces explosions
de couleurs, il prit garde à ne jamais laisser l’orchestre déborder
les voix et trouva avec lui un équilibre tout à fait agréable. Et le
temps d’une soirée, Vienne avait troqué ses robes de bal pour des
pelisses pétersbourgeoises.

Laurent Pfaadt

Une saison enchantée

© ROH / AKA
© ROH / AKA

La saison 2015 du Royal Opera de Londres sera encore l’occasion de découvertes et de rencontres exceptionnelles.

Placée cette année sous le signe de la vie (ré)imaginée, le Royal Opera House de Londres et sa merveilleuse salle de Covent Garden fera briller de nombreuses étoiles au firmament de l’art lyrique. Fidèle à sa tradition d’excellence, les plus grands interprètes, metteurs en scène et chefs d’orchestres se succéderont dans la fosse et sur la scène.

Des classiques et des nouveautés, voilà le leitmotiv de tout opéra qui se respecte. Mais à Londres, en cette année 2015, les classiques seront sublimés et les nouveautés déconcertantes. Mozart sera bien là avec sa Flûte enchantée et son Don Giovanni mais grâce à la mise en scène de David Mc Vicar que les spectateurs de l’opéra du Rhin ont déjà pu admirer dans Siegfried (Wagner) ou l’incarnation de Poppée (Monteverdi), cette Flûte enchantée et son côté magique restera très certainement dans toutes les mémoires. L’opéra italien déploiera tout son faste et son excentricité avec Rossini (Il Turco di Italia, Guillaume Tell), Puccini (La Bohème, Madame Butterfly), Donizetti (L’Elisir d’Amore) et Verdi (Falstaff, la Traviata, Un Ballo in Maschera). Ce dernier opéra, peut-être un peu moins connu, fera l’objet d’une nouvelle production très attendue signée Katharina Thoma présentée en avant-première et qui situera le drame verdien dans une Europe centrale précédant la Première guerre mondiale. Enfin, Richard Wagner ne sera pas oublié avec un Tristan et Isolde et un Vaisseau fantôme qui ne devraient pas laisser le public insensible.

Côté nouveautés, pouvoir et argent seront disséqués dans Idoménée de Mozart mais également dans Grandeur et décadence de la ville de Mahagony. On attend également avec impatience les nouvelles productions du Roi Roger de Karol Szymanowski et d’Orfeo de Claudio Monteverdi mis en scène par Marc Boyd, ancien directeur de la Royal Shakespeare Company). Plus déroutant sera certainement l’expérience musicale Listen to the Silence couronnée par plusieurs prix internationaux et qui proposera un voyage autour de la musique de John Cage, poète, plasticien et musicien américain.

Les plus belles voix se succéderont sur les planches de ce merveilleux opéra, de Placido Domingo (La Traviata) à Jonas Kaufmann (Andréa Chénier) en passant par Rolando Villazon (Don Giovanni), Ildebrando d’Arcangelo (Il Turco in Italia), Stephen Gould (Tristan und Isolde), Anna Netrebko (La Bohème) et Sonia Yoncheva (La Traviata). On suivra également tout particulièrement Anne-Sophie von Otter (Grandeur et décadence de la ville de Mahagony), le retour à Covent Garden du baryton polonais Mariusz Kwiecien (Roi Roger), la soprano Anna Siminska qui parcourt l’Europe entière en reine de la nuit et bien entendu la gallois Bryn Terfel en hollandais volant.

Dans la fosse la baguette sera notamment tenue par son directeur musical, Antonio Pappano, mais également par Andris Nelsons qui, aux commandes du navire wagnérien qu’il a récemment gravé sur le disque et a mené dans les eaux sacrées de Bayreuth, nous fera entendre son talent, par Marc Minkowski (Idoménée) dont ce sera les débuts au ROH et par Alain Altinoglu dirigeant Don Giovanni.

Côté ballet, le programme sera bien entendu royal avec un Lac des cygnes dans la version Petipa, un Don Quixote que revisitera Carlos Acosta, l’après-midi d’un faune signé Jérôme Robbins, un Bayardère et les héritages de Kenneth MacMillan et de John Cranko. Mais l’évènement sera indubitablement la création du Woolf Works de Wayne McGregor autour de l’œuvre de Virginia Woolf qui verra notamment le retour de la danseuse étoile Alessandra Ferri.

Entre comédie et tragédie, les spectateurs ne devraient avoir que peu de temps pour se remettre de leurs émotions parmi toutes ces étoiles.

Retrouvez toute l’actualité du Royal Opera House sur www.roh.org.uk

Laurent Pfaadt